Reise blog von Travellerspoint

Time to say Goodbye

die letzten Tage auf Bali

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Wie die Überschrift schon verrät, lest ihr nun den letzten Beitrag für diese Reise (ist ja nicht meine Letzte ;-))

Traurig bin ich aber schon, wär ja seltsam wenn nicht, denn die Zeit hier war wirklich sehr schön und hat einige Eindrücke bei mir hinterlassen.
Ich versuche mich in diesem Betrag kurz zu halten und mehr zum anschauen reinzustellen: 1. Damit ihr nicht soviel lesen müsst und 2. habe ich mir gestern den Sonnenbrand meines Lebens geholt, wodurch mich alles ziemlich anstrengt, sogat das vorm Laptop sitzen..(ich bin rot wie ne Tomate und das an Stellen, von denen ich nicht weiß, wie da Sonne hingekommen ist..)...hab vorhin auch schon die letzte Shoppingtour wieder abgebrochen, weil mir alles dermaßend wehtut, dass es nicht mehr feierlich ist..

Freitag haben wir uns noch schnell den Sonnenuntergang beim Ulu Watu Tempel angeguckt, nur leider war um die Zeit einfach viel zu viel los und die Affen, die dort auch wie im Monkey Forest in Ubud frei leben, haben mir einen bösen Streich gespielt, sodass ich zum Schluss gar keine Lust mehr auf das Ganze hatte...ich muss wohl nochmal herkommen und mir das in Ruhe ansehen und am Besten ohne Kappe, Sonnenbrille und SCHUHE...Die Affen dort sind nämlich noch frecher, als die in Ubud. Ich ging so den Weg entlang und aufeinmal kommt so ein männlicher, größerer Affe daher und klaut mir doch glatt meinen neuen Reef Flip Flop vom Schuh weg! Da war die Laune erst mal dahin, da das die bequemsten Schlappen waren, die ich je hatte und mit einem allein kann ich ja nix anfangen..Gut, dass es dafür so eine Art "Personal" gibt, die durch das Anbieten von Bananen oder Schoki den Affen das Diebesgut wieder entlocken können. Im Nachhinein ist uns dann aufgefallen, dass die das wahrscheinlich den Affen absichtlich beigebracht haben, den Leuten das Zeug wegzunehmen, damit das "Personal" dann für ein Trinkgeld das Zeug wieder beschaffen kann...Jedenfalls hab ich genug von diesen Affen..

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Trotz schlechter Laune hat es Alina und mich dann aber doch noch in den Skygarden gezogen, wo es neben Musik und ner Menge von Leuten auch noch ne tolle Feuershow gab

DSCN4164.jpg Alina, Sophie (aus England) und ich
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Samstag hab ich dann den Tag am Strand verbracht und bin dabei leider eingeschlafen...die Folge: Der Sonnenbrand meines Lebens -.- Wenn ich nicht alleine dort gewesen wäre, hätte mich Alina oder Thomas sicher drauf hingewiesen, aber war ja nich..
Ich habe Schmerzen ohne Ende, Sitzen tut auch weh und ich frage mich, wie ich mich die 21 Stunden im Flieger nach Hause hinsetzen soll, damits nicht so weh tut...heute ist es viel schlimmer als gestern, was auch der Grund ist, weshalb ich gestern dann nochmal mit der Alina in den Skygarden gehen konnte, heute wäre ich sicher nicht mehr gegangen..

Vorher war ich noch ein letztes Mal am Strand von Kuta für die nächste Zeit
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Schade, dass der letze Tag hier mit Schmerzen und Unwohlsein stattfindet, aber immerhin hatte ich sonst eine wundervolle Zeit hier und kann es echt jedem empfehlen, hierher zu kommen! Ich werde es vermissen..

Mein Flieger geht erst um 23.20 Uhr, also habe ich noch den ganzen Tag, viel machen kann ich aber nicht, weil mir wie gesagt alles wehtut..Auf den Flug freue ich mich auch überhaupt nicht und dass ich ab Dienstag wieder in die Schule gehen muss und mich dann wieder mit Mathe abärgern muss, kann ich mir auch nicht vorstellen :(

Eingestellt von NadjaSchw 23:55 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

Rafting und Sehenswürdigkeiten im Überfluss

...und dann ein letztes Mal zurück nach Kuta

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Nachdem wir die Nacht davor noch zu Live Musik abgedanced haben...
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..gings gestern ja wie angekündigt mit den Freunden meines Vaters und Alina, die wir in Kuta auch schon getroffen haben, zum Rafting in der Nähe von Ubud, was wirklich sehr Spaß gemacht hat.

Um 9.00 Uhr morgens wurden wir von unserem Fahrer abgeholt und sind dann zu fünft etwa 1 bis 2 Stunden zum Ausgangspunkt unserer Raftingtour gefahren. Leider konnten wir nicht alle in ein Boot, da die Schlauchboote nur für maximal 4 Leute ausgelegt sind.
Alina und ich konnten aber größtenteils nicht viel zum Vorankommen oder Lenken des Bootes beitragen, weil wir bei jedem "Bum Bum" ständig wie hilflose Maikäfer hin und her geflogen sind. "Bum Bum" ist ein allgemein bekannter Begriff, zumindest hier auf Bali, der bedeutet, dass man wo gegen fährt, also aufpassen! :D Alina und ich waren also irgendwie mehr Balast als irgendwie nützlich :D
Im Paket mit dabei war auch noch ein anschließendes indonesisches Buffet, wo ich erst mal soviel auf meinen Teller drauf getan hab, wie nur möglich war..man weiß ja nicht, wanns wieder was gibt :D

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DSCF3359.jpg da gings runter :)

Vor der ganzen Raftingtour hat unser Fahrer uns darauf hingewiesen, dass auf dem Weg zur Raftingstartstelle eine kleine Plantage liegt, in der zum Beispiel Ananas, Kakao, Bananen, Ingwer und Kaffee angebaut wird. Außerdem gibt es dort den angeblich teuersten Kaffee der Welt, alle Kaffeeliebhaber jetzt gut aufpassen: Die Frucht der Kaffeepflanze, die auch für so ziemlich jeden Kaffee erst mal Ausgangsrohstoff ist, wird gerne von der Zibetkatze, die eigentlich keine Katze ist, sondern eine Marderart, gefressen. Wobei die Kaffeebohne, die im Inneren der Kaffeepflanze ist, hinten wieder rauskommt, da die nur das Fruchtfleisch verdaut wird^^ Also ich hoffe, ihr könnt mir noch folgen^^
Das was dann hinten wieder rauskommt, ist eine eigentlich unverdaute Kaffeebohne, die angeblich irgendwie durch den Verdauungstrakt der Zibetkatze beeinflusst wird. Diese "beeinflusste" Kaffeebohne wird dann ganz normal weiterverarbeitet und am Ende kostet das Ganze einen Haufen Geld: 50 Gramm kosten ungefär 8 Euro/ Ein Pfund kostet also 80 Euro und trägt den Namen Kopi Luwak
mehr Infos hier
Man konnte auch verschiedene Tee- und Kaffeesorten, die dort angebaut wurden, kostenlos probieren. Den Katzenmistkaffee durfte man aber nur gegen Bezahlung probieren, ich hab davon aber die Finger gelassen :D

P1010886.jpg daraus wird lecker Kakau gemacht :)
P1010893.jpg schöne Aussicht vom hauseigenen Plantagencafé
DSCF3339.jpg Auswahl an Kostproben
DSCF3340.jpg "Katzenmistkaffee"
DSCF3333.jpg Tasting :D
DSCN4018.jpg das wird mal ne Ananas
DSCN4020.jpg ein trauriger Anblick einer Zibetkatze, die da angeblich nur als "Beispiel" drin lebt..

Nachmittags haben Alina und ich uns noch einen kleinen Tempel in Ubud selbst angeschaut, der einen schönen Lotusteich im Eingangsbereich hatte, reingegangen sind wir gar nicht, nur schnell ein paar Fotos vom Teich
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Abends wurden wir dann noch sehr freundlicherweise von Uschi und Robert in ein "Larry"Restaurant eingeladen, wo ich sonst nicht reingegangen wäre. "Larry" bedeutet, dass Etwas etwas teurer ist, als normal. Mein "Larry"essen wurde naürlich fotografisch festgehalten:

DSC_1801.jpg Alinas "Larry"essen
DSC_1802.jpg mein leckerer "Larry"nachtisch: grüner Pfannkuchen :)

Unser heutiger grober Plan war es von Ubud zurück nach Kuta zu fahren und vor Kuta noch einen Abstecher zum Tempel Tanah Lot zu machen, den man unbedingt bei Sonnenuntergang anschauen sollte. Das Problem war aber, dass zwischen 9.00 Uhr morgens Abfahrt in Ubud und Tempelsonnenuntergang gucken am Abend um 18.00 Uhr ne Menge Zeit liegt und man aber von Ubud bis zum Tempel höchstens 2 Stunden Fahrzeit benötigt. Also was tun? Um uns die Zeit zu verteiben, haben wir dann noch mehrere kleine Sehenswürdigkeiten, die mehr oder weniger auf dem Weg lagen, angepeilt:

Als Erstes den zweitgrößten Tempel Balis: Pura Taman Ayun

Wer sich für balinesische Sakralbauten interessiert, für den ist dieser Tempel ein gutes Beispiel, was den Aufbau betrifft, da alles sehr gleichmäßig und nahezu symmetrisch verläuft. Ins "Allerheiligste" durfte man als "Normalsterblicher" nicht rein, aber man konnte über eine Mauer blicken und das Ganze von außen betrachten und so spannend ist das sowieso nicht, wenn nicht grade ne Zeremonie ist, denn da wird alles schön geschmückt uns es gibt die typische kling klong klong Musik für die Ohren. Was an diesem Tempel besonders ist, ist, dass er von einem Lotusteich umgeben ist, den man auch mit einem Wassergraben vergleichen kann. Deshalb heißt der Tempel auch "schwimmender Garten". Schön ist auch, dass die Anlage nicht nur aus Tempel besteht, sondern auch ein parkähnlicher Garten dabei ist. Sarong musste man hier nicht tragen, weil man ja eh nicht in den Tempel an sich rein durfte.

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Als es uns dann zu "tempelig" wurde, hatten wir keinen Bock mehr und sind, weil wir ja eh noch ewig Zeit bis zum Sonnenuntergang hatten, in die total entgegengesetzte Richtung unseres Ziels gefahren: rauf in die Berge nach Bedugul, in dessen Nähe es einen großen Botanischen Garten gibt, durch den man gottseidank mit dem Auto fahren kann, zum Laufen hatte eh keiner mehr Lust :D Das Wetter war dort oben nicht ganz so toll, teilweise hat es auch geregnet^^ In der Gartenanlage gab es ein Kakteenhaus und ein Orchideenhaus zu sehen, sowie ein paar interessante Bäume...ansonsten war es jetzt nicht soooo meeeeggga aufregend, aber immerhin haben wir so etwas Zeit totschlagen können..auch lustig..wir machen Sehenswürdigkeitenmegaprogramm nur um irgendwie die Zeit zu vertreiben...:D

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DSCN4078.jpg anscheinend gibt es in Deutschland Kakteen... :D:D
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Nach dem Botanischen Garten hatten wir immer noch zuviel Zeit (schön, wenn man das mal behaupten kann) und sind dann noch zu dem Wasserfall in Git Git
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DSCN4095.jpg Überbleibsel von einem Vulkanausbruch

Die zwei hab ich auf dem Weg zum Wasserfall entdeckt..
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und die sind mir wesentlich sympathischer als folgende Kreatur :D
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Und dann ist uns aufgefallen, dass wir zuviel Zeit totgeschlagen haben und jetzt vielleicht doch Probleme bekommen, die 70 km nach Tanah Lot in einer Stunde hinzubekommen, bei deutschen Straßen wäre das ein Klacks, hier schaut das etwas anders aus, da braucht man manchmal für 30 km schon zwei Stunden^^
Aber dank den tollen Fahrkünsten meines Vaters und der entspannten Navigationsgerätstante haben wir es dann doch noch pünktlich zum Sonnenuntergang beim Tempel Tanah Lot geschafft und das sollte man schon mal gesehen haben, der Tempel liegt nämlich auf einem großen Felsen im Meer und ist nur bei Ebbe zugänglich, aber auch diesen Tempel darf man sich nur von außen anschauen..

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Nachdem unser ultimatives Sehenswürdigkeitenprogramm entgültig ausgereizt war und wir alle schon ziemlichen "Overflow" hatten, musste mein Vater sich noch durch den Verkehr zurück nach Kuta kämpfen, was wir aber dann auch noch geschafft haben..bzw. Thomas...wir haben ja die meiste Zeit Bubu gemacht ^^

Jetzt sitze ich wiedermal im "Fajar", die in der Zwischenzeit, in der ich nicht da war, unverschämterweise den Colapreis von 7000 Rupiah auf 7500 Rupiah angehoben haben :D und schreibe wohl einen meiner letzten Blogeinträge für diese Reise..ein echt total seltsames Gefühl..

Eingestellt von NadjaSchw 08:09 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

Elefantengrotte ohne Elefanten..

..mysteriöse Reliefwände und geschichtenerzählende Gemälde

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Kurz nachdem ich den Flug nach Bali zu meinem Geburtstag im Januar geschenkt bekommen hatte, habe ich auch schon gleich eine Aufgabe bekommen: Mach dich mal schlau und finde raus, was du dir gerne speziell auf Bali anschauen willst

Dazu habe ich mir dann gleich mal Hilfe von einem Reiseführer geholt, in dem ich dann die Elefantengrotte oder auch Goa Gajah entdeckt habe. Diese Höhle wird von außen von einer meiner Meinung nach nicht furchterregenden Fratze eines Dämons bewacht, die die bösen Geister von der Höhle fern halten soll. Man ist geteilter Meinung, was die Entstehung der Grotte angeht: Die einen glauben, das der Riese Kebo Iwa die Höhle geschaffen habe, die anderen gehen davon aus, das Menschen sie ausgegraben haben, im Grunde genommen kann man aber eigentlich gar nichts darüber sagen, wie sie entstanden ist, da die Balinesen früher fast nichts aufgezeichnet haben und die Höhle wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert stammt. Elefantenhöhle heißt sie deswegen, weil sie in Verbindung mit Ganesha gebracht wird. Vom Nutzen der Höhle hat auch irgendwie niemand so richtig Ahnung, gemunkelt wird, dass sie von Mönchen zum meditieren genutzt wurde, es könnten aber auch heilige Gegenstände aufbewart worden sein, die aber anscheinend dann geklaut oder rausgeschafft wurden.
Auf dem restlichen Gelände befinden sich noch kleinere Tempel und eine Anlage von Bädern, in denen aber niemand mehr badet.
Hat sich für michrecht interessant angehört und deshalb sind wir alle dann auch heute in der früh dorthin gefahren, weit entfernt von Ubud ist die Elefantenhöhle ja nicht, etwa 1km.

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DSCF3314.jpg ein schöner Skink wollte sich auch noch fotografieren lassen :)

Von der Grotte hätte ich mir etwas mehr erwartet, da sie doch sehr klein war und es eigentlich auch nichts darinnen zu sehen gab. Die gesamte Anlage hat mir aber sehr gut gefallen, was wohl auch dran liegt, dass wir schon sehr früh da waren und auch noch was davon zu sehen bekamen, gegen Mittag wird es nämlich von der Menschenmasse her recht voll und da macht Tempel gucken keinen Spaß mehr..

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so sah es in der Höhle aus

Desweiteren gab es auf dem Gelände auch noch eine Art angelegten Dschungelgarten, der dann später in den nicht angelegten wilden Dschungel führt, in dem man gottseidank nicht soviele Touristen antrifft und richtiges Dschungelfeeling bekommt :)

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Durch das Dschungel- und Wurzelgestrüpp führte ein schmaler Pfad ins Ungewisse und Thomas versuchte mich und Alina mit dem Spruch "Der Weg ist das Ziel" zu motivieren

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DSCN3957.jpg Was das wohl bedeuten soll?

DSC_1686.jpg Da soll ich rein?...
DSC_1688.jpg ..zusammen mit Papa geht das schon ;-)

Es folgten weitere Herausforderungen:
DSC_1693.jpg ob man dieser Brücke vertrauen kann?

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DSCF3309.jpg aber um zu dieser Höhle zu kommen, muss man es einfach versuchen

in der Höhle wurde ich aber dann gleich mal attakiert..
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Zum Schluss gab s dann noch leckere "Snakeapple"
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Da wir eh schon in die Richtung unterwegs waren, haben wir uns auch gleich noch Yeh Pulu auf unsere Route gesetzt.
Hierbei handelt es sich um eine etwa 25 Meter lange und 2 Meter hohe Reliefwand, von der man auch wiedermal nicht weiß, wer oder was sie erschaffen hat. Was sie aussagen soll ist ebenfalls ein Rätsel. Es wird jedenfalls vermutet, dass sie Stationen des Lebens darstellt, außerdem findet man Ganesha und manche denken, dass es auch mit Krishna was zu tun hat.
Aber manchmal muss man ja gar nicht wissen, was der Hintergrund ist, manchmal reicht es, etwas einfach so hinzunehmen und das Relief war auch ohne richtiges Hintergrundwissen ganz schön, vor allem der Weg durch Reisfelder und Dschungelpflanzen

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DSCN3972.jpgDSC_1725.jpgDSC_1709.jpg

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Wieder in der Monkey Forest Road angekommen haben Alina und ich uns gleich in die angrenzende Hauptstraße Jalan Ubud begeben, in der es ein tolles Museum geben soll, das sich mit balinesischer Kunst beschäftigt, das Museum Puri Lukisan

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Es ist laut Reiseführer deshalb so interessant, da man sehr schön beobachten kann, wie sich die balinesische Kunst von der Zeit vor dem 2.Weltkrieg und der Zeit dannach bis zur Gegenwart veränderte. Davon wollen wir uns selbst überzeugen :)
Wir blechen erst mal ein wenig Eintritt und schauen uns erst mal ein wenig auf dem Gelände um, das einen schönen Garten besitzt.
Die Ausstellungen werden in 3 Gebäude aufgeteilt und wir fangen natürlich mal mit dem ersten an und stellen fest:

Anfangs waren die meisten Malereien sehr einfach und meist zweidimensional und es wurden sehr häufig Alltagssituationen dargestellt. Mir fällt auf, das die Bilder von den Farben her ziemlich dunkel sind und sehr genau gemalt wurde. Man muss nah rangehen um zu erkennen um was es geht.

DSCN4006.jpg hier werden Tänzer dargestellt

Auch kleinere Skulpturen wurden hergestellt

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Im Zweiten Gebäude finden wir Bilder und Figuren aus der Nachkriegszeit und der Gegenwart und hier merkt man schnell, dass mehr hellere Farben verwendet wurden, was das Ganze schon fröhlicher macht.

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DSC_1734.jpg der hier meditiert angeblich..ich finde er sieht eher unglücklich aus..

Mir gefällt auch, dass das Gemalte nicht einfach nur so da ist um schön auszusehen, sondern, dass es fast immer eine Geschichte dazu gibt. Hier ein gutes Beispiel:

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DSCN4001.jpg der Affe will eine schöne Frau werden
DSCN4002.jpg springt deshalb ins Zauberwasser
DSCN4003.jpg verwandelt sich, ist aber nicht zufrieden, will noch schöner werden
DSCN4004.jpg springt also nochmal rein..
DSCN4005.jpg wird aber zur Strafe, weil der Affe nicht zufrieden war, wieder zum Affen

Tja, da sieht man mal, dass man nicht zuuu gierig sein sollte, da einem dann meist am Ende gar nichts bleibt

Alltagsszenen wie Markt, Fischerei oder Kämpfe sind sehr beliebte Motive
DSC_1743.jpgDSC_1728.jpgDSCN4010.jpg

Die Kunstbewegung wurde spannenderweise sehr durch zwei europäische Künstler beeinflusst: Dem holländischen Künstler Rudolf Bonnet und dem deutschen Künstler Walter Spies. Ich habe herausgefunden, dass den Balinesen durch sie auch an die genaue Beobachtung und Verwendung von Licht und Schatten nähergebracht wurde, ein Beispiel hier:
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Ansonsten habe ich noch das entdeckt:

Die Stimmung dieser Fotos fand ich sehr eindrucksvoll..
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Die Art der Skulpturen finde ich auch klasse
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Im Garten haben wir noch eine tolle Travellerpalme gesehen, die ich sonst nur in Miniformat aus dem Topf kenne. Sie heißt deswegen so, weil in den Blättern viel Wasser gespeichert wird, was man im Notfall trinken kann...wieder was gelernt :D

DSC_1761.jpg da kommt man sich vor wie ne Ameise

Morgen steht dann Rafting auf dem Plan :)

Eingestellt von NadjaSchw 03:59 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

Monkey Forest & Shopping mit Alina

oder auch: Affngaudi, laufende Penise und "kannst du mir mal Geld leihen"

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Heute wurde ich um halb 8 Uhr morgens von der "Spuckfrau" geweckt und konnte aufgrund des ekelhaften Geräusches, dass sie immer von sich gab, als sie sich ihren ganzen Schnodder die Nase hochzog und dann lautstark auf den Boden spuckte, nicht mehr weiterschlafen...Die "Spuckfrau ist mir gestern nach Bezug des neuen Quartiers schon aufgefallen und ich hatte da noch die Hoffnung, dass sie das in der früh nicht macht...tja..weit gefehlt..
"Was solls" dachte ich, muss sowieso aufstehen, da es heute früh gleich in den Monkey Forest gehen sollte.
(Übrigens hat es heute morgen geregnet! Ja, hier regnet es!)

Der Monkey Forest liegt am Ende der Monkey Forest Road, in der auch unsere Unterkunft liegt. Praktisch, weil wir dann nicht soweit laufen müssen und auch sehr praktisch, weil die Monkey Forest Road eine der größeren Shoppingmeilen in Ubud ist, was mir und Alina ganz recht kommt ;-)

Nach einem erneuten Banana Pancake Frühstück hab ich mich in meine sonst nie das Tageslicht erblickenden Turnschuhe geworfen los gings. Ihr könnt euch sicherlich denken, wieso der Monkey Forest heißt wie er heißt:
Dort leben Affen und das nicht so wie im Zoo in einem Käfig, sondern frei ohne Einschränkungen. Durch den Affenwald führen ein paar Wege, auf denen man normalerweise auch bleiben sollte, außer man sucht vergeblich nach seiner Kappe, weil ein Affe sie gestohlen und verzogen hat, aber dazu später mehr^^
Wichtig ist, dass man möglichst nichts in der Hand hält, was nach Essen aussieht, weil die Affen, genau genommen die Makaken, einem gerne mal was aus der Hand reißen und das bekommt man dann auch nicht wieder und anlegen sollte man sich mit denen deswegen auch nicht, weil die teilweise richtig große Zähne haben und man einen Biss nicht riskieren sollte. Also Kamera gut festhalten, Taschen und Rucksäcke zu machen und auf Mützen gut aufpassen oder besser: abnehmen und ab damit in die Tasche....tja..hätten wir letzteres doch nocheinmal gut durchdacht..Thomas hat mich zu Anfang nochmal extra drauf hingewiesen..
Im Monkey Forest gibt es auch einen zentralen Platz, an dem sich eine Menge Affen tummeln, weil die Besucher die Affen dort meistens mit Bananen füttern:
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Man kann relativ nah zu ihnen hingehen, man sollte sie jedoch nicht anfassen, man weiß ja nie, wie die reagieren..
Nett anzusehen sind sie jedenfalls:
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Ich wusste jedoch nicht so recht, wie ich folgendes finden sollte...
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Ich konnte gar nicht schnell genug schauen, schon saß das Äffchen auf meinem Rucksack, das es wohl als praktische Möglichkeit gesehen hat, auf meine Schulter zu kommen. Meine Kappe wurde wohl auch erst mal als essbar wahrgenommen..

Das Äffchen war ich dann los und somit konnten wir uns auf den weiteren Weg durch den Wald machen, indem es interessante Bäume mit noch interessanten Wurzeln gibt

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..und auch in den Bäumen kann man immer wieder einige Makaken entdecken
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Nach kurzer Zeit sind wir auch an einem Tempel vorbeigekommen
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DSCN3847.jpg der teilweise auch durch verschiedene Reliefs geprägt war
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DSCN3837.jpg und auch hier dürfen die Affen sich austoben..was will man auch dagegen tun?

Genau die Frage haben wir uns auch gestellt, als sich im Tempel, den man wieder mit Sarong betreten musste, ein kleinerer Affe auf die Schulter meines Vaters setze und seine Kappe in Beschlag genommen hatte, da man sich mit denen ja bekannterweise nicht anlegen sollte, da die wie gesagt schon recht zu beißen können, auch die kleinen...
DSC_1643.jpg Erst mal war alles ganz lustig...
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Doch dann hatte ein größerer männliche Affe bemerkt, dass der Kleine was Spannendes auf dem Kopf meines Vaters entdeckt hatte und setzte sich kurzerhand auch auf Thomas Schultern..Gegen den konnte er erst recht nichts machen, da dessen Zähne noch größer waren und auch schon ein paar Mal gedroht hatte, als mein Papa versuchte, die Kappe wegzunehmen oder bzw. nur festzuhalten..
Da war der Spaß dann auch vorbei..
Plötzlich sprang der Affe davon, natürlich mit der neuen Beute und im Grunde genommen konnte man der geliebten Mütze meines Vaters zu dem Zeitpunkt schon Auf Wiedersehen sagen, auch wenn ein Waldwächter noch versuchte, irgendwie an die Kappe ranzukommen, was logischerweise ziemlich zwecklos ist. Der Affe ist dann mit der Mütze nach oben in die Bäume abgehauen und Thomas hat sie nochmals vergeblich im Urwald gesucht, weil er die Hoffnung hatte, der Affe hätte sie mittlerweile runtergeworfen...
die Suche ist leider nicht erfolgreich ausgegangen und das Resultat war ein etwas trauriger Thomas, da ihm genau diese Kappe sehr viel Wert war..

Nach diesem eher unschönen Teil unsres Ausfluges haben wir uns dann aber trotzdem noch den Rest des Waldes angesehen

DSCN3870.jpg ..zB in Stein gehauene Komodowarane
DSCN3872.jpg ..denen ich noch ein liebes Bussi geben wollte
DSCN3857.jpg ein kleiner Koi Karpfen Teich
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DSCN3858.jpg seltsame Schönheitsideale..
oder vielleicht soll das auch eher ne abschreckende Wirkung haben..wohl eher letzteres..

Alles in Allem hat es mir im Monkey Forest gut gefallen und man sollte sich das auf alle Fälle ansehen, wenn man in Ubud ist. Wenn man gut auf sein Zeug aufpasst, macht es richtig Spaß den Affen beim Spielen und Fetzen zuzuschauen und mitten unter ihnen zu sein :-)

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Gegen Mittag waren wir dann auch wieder zurück in unseren Zimmern und haben nochmal die restliche Tagesplanung festgelegt:
Alina und ich: Shopping
Thomas: Balimassage und Internet
Das Wetter war mittlerweile auch wieder super!

Gleich zu Anfang haben wir Mädels einen schönen Kunst-, Schmuck- und Kleidungsmarkt gefunden, der zu unsrer Freude nicht so ne Enttäuschung war, wie der so toll angepriesene Art Market in Kuta, der ja ziemlich unspektakulär war, wie ich in meinem letzten Kutabericht beschrieben habe.
Dieser Markt war erstens mal so groß, dass man dachte, er nehme kein Ende und zweitens war er sehr verschachtelt, sodass Alina und ich eine Weile damit zu tun hatten, wieder rauszufinden,
Die Auswahl an Krusch und Zeugs den man eigentlich nicht braucht war unendlich und zwischen den ganzen Sachen gab es auch noch kleine Obstmärkte. Wer ein Bild für seine Wohung sucht, wird hier sicher auch fündig, da es auch einige Ecken gab, an denen man sich ein großes auf Leinwand gemaltes Bild kaufen konnte..

Hier mal einige Impressionen:
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DSCN3885.jpg mein besonderer Augenmerk galt übrigens diesen auffälligen Schlüsselanhängern :D

Nachdem Alina und ich den Weg aus dem Markt zurück zur Monkey Forest Road endlich wieder gefunden hatten, nahmen wir uns die einzelnen Geschäffte in der Straße vor...

Was für s Künstlerherz
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DSCN3900.jpghier werden balinesische, geschmückte Mädchen dargestellt
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DSCN3906.jpg das ist übrigens der Gunung Batur :)
DSCN3916.jpg passend zum Straßennamen

"Was ist hautfarben und läuft durch den Wald? - Ein Rudel Penise"
Wenn ihr mir s nicht glaubt -> siehe Bilder
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Und auch die hier legalen Magic Mushrooms werden gerne als Vorbild für Schnitzereien genommen
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Ansonsten gibt es hier noch zahlreiche Schuhgeschäfte, Boutiquen, die bekannten Skateshops, viele kleine Restaurants, in denen man wenn man will eine kleine Shoppingpause machen kann, Schmuckgeschäfte und kleine Kunsthandwerksläden. Je nach Geldbeutel findet man hier auch was Schönes :)

Was einen vielleicht nerven könnte, ist, dass man immer ein oder zwei Treppen steigen muss um in ein Geschäft zu kommen, da die Balinesen davon überzeugt sind, das es böse Geister gibt, die nicht Treppen steigen können :D Das gleiche gilt auch für die Hotels, meistens muss man immer eine oder mehrere Stufen überwinden..Tja, böse Geister will man ja auch nicht im Zimmer haben ;)
Die bösen Geister wohnen übrigens auch im Meer...

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Ach ja und wer noch wissen will, was mein Vater gemacht hat:
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Balimassagen kann man nicht mit unseren Massagen vergleichen, hier hat das auch niemand richtig gelernt, man gibt sich also mit "balinesischem" Rumgedrücke zufrieden..

Eingestellt von NadjaSchw 04:09 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

Übernachtung im Vulkan..

...und danach weiter nach Ubud

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Hier die neusten Ereignisse :)

Für die, die nicht den ganzen Text lesen wollen:

Da es außer den heißen Quellen (Air Panas) in Banjar dort nicht mehr viel zu sehen gab und auch in Lovina nicht sooo viel geboten wird, dass es sich lohnt, da eine Nacht zu verbringen, die wir dann im Nachhinein von Ubud abziehen hätten müssen, haben wir uns gedacht, gleich zumGunung Batur, dem über 1700 m hohen Vulkan im Nordosten Balis, zu fahren, einen Tag drauf gings dann gleich weiter nach Ubud, dem Kunst- und Handwerkszentrum auf Bali.

Für die, die die „extra large“ Ausführung lesen wollen:

In der früh gab es nochmal das leckere mitten-im-Dschungel Frühstück, von dem wirklich jeder satt wird und dann sind wie noch für ne Stunde 500 Meter weiter zu den heißen Quellen, um noch schnell ein „morgendliches Bad“ in aller Ruhe zu nehmen, da sich im Laufe des Tages viele Einheimische und ein paar Touris dorthin begeben um der Ruhe ein Ende zu setzen. So ruhig war es aber leider um 9.00 Uhr morgens auch nicht mehr. Spaß hatten wir trotzdem, vorallem wenn Thomas so lustig ins Wasser springt :D

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Irgendwann wurde es uns dann aber zu blöd, sodass wir zurück in die Unterkunft sind und unser Zeug „zambaggld“ haben, damit wir schnell zu unserem Ziel losfahren konnten:

Der 1717 Meter hohe Vulkan Gunung Batur

Wer sich genau informieren will: hier klicken...

Auf der Fahrt konnte man auch so einiges entdecken:
DSC_1446.jpg so sieht also ein "richtiger" Weihnachtsstern aus

DSC_1452.jpg unserm 50 kg Sack Zement Freundchen hier haben wir aber, was die Sicherung der Ladung betrifft, nicht so getraut...

DSCN3649.jpg das Wetter wird auch merklich schlechter hier oben in den Bergen

DSCN3664.jpg den Vulkan kann man aber schon sehen :)

Man muss wissen, dass dieser aktive Vulkan ziemlich mittig in einer sogenannten Caldera liegt, was eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs bedeutet. Das heißt, dass diese „Caldera“ wohl früher mal der Krater eines alten Vulkans war, der wahrscheinlich unvorstellbar viele Jahre alt ist. Die letzten Ausbrüche wurden zwischen 1998 und 2000 aufgezeichnet.

In dem alten Kraterkessel wollen wir ür eine Nacht das Lager aufschlagen, weil sich das doch sehr spannend anhört. Also nehmen wir eine Straße die von Kintamani, einem größeren Dorf am Kraterrand, die runter in den Krater führt.
Wir sind auch ziemlich froh, von dem Dorf wegzukommen, da sich dort um die Mittags- und Nachmittagszeit jede Menge Touristen versammeln und die Händler einem dort tierisch auf die Nerven gehen, weil sie einem allen möglichen Krims Krams anbieten wollen. Die meisten Leute schauen sich den Gunung Batur nur vom Kraterrand aus an und fahren dann weiter nach Ubud.

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DSC_1466.jpg schnell noch ein nettes Foto...
DSC_1461.jpg tolle Aussicht vom Kraterrand aus
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DSCN3678.jpg ..und dann gehts die Straße da runter

Straßen, die einfach über die letze, verkaltete Lava drübergebaut wurden führen uns dann in das Dorf Batur Tunguh zu unsrem neuen Domizil: „Arlina´s“

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Die Gegend rundum den Vulkan und im Kratertal ist wirklich sehr eindrucksvoll und irgendwie herrscht hier für mich eine seltsame Stimmung im positiven Sinne, das einzige was ein bisschen stört, sind die Lastwägen, die ständig mit dem Lavasand aus dem Tal rauf zur Straße am Kraterrand fahren und wieder runter. Lavasand kann man nämlich gut zum Straßenbau gebrauchen.
Zum Abendessen empfielt sich der im Bananenblatt gedämpfe Fisch, der direkt aus dem Lake Batur gefischt wird. Am Fuß des „neuen“ Vulkans auf der Ostseite befindet sich nämlich auch noch ein großer See. Es werden einem auch Trekking Touren rauf auf den aktiven Vulkan angeboten, für die wir uns leider diesesmal keine Zeit genommen haben. Begeisterte Wanderfreunde und Bergsteiger finden hier also auch ihr Glück.

DSCF3240.jpg erkaltete Lava vorm Vulkan

DSCN3738.jpg und dann ich vorm Vulkan :D
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DSC_1471.jpg Teil des Kraterrandes bei Sonnenuntergang

DSCF3238.jpg Abendessen :) jam jam!

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Heute wurde uns dann zum Frühstück wiedermal Banana Pancake serviert, diesmal sogar mit Schokosoße :) Was das Frühstück betrifft, bin ich hier auf Bali ja sowieso genau richtig :)

Als der Auftrag „Zeig zambaggln“ erfolgreich ausgeführt wurde, konnte es auch schon Richtung Ubud losgehen. Aber erst einmal musste sich unser Jeep den inneren Kraterrand rauf zum Rand quälen, mit samt unserem Gewicht und dem des ganzen Gepäcks. Oben angekommen gönnten wir uns lecker Mango und Papaya Juice und ich habe noch ein (vorerst) letztes Mal die Aussicht auf den Gunung Batur auf mich wirken lassen:

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40 km weitere Kilometer trennten uns also nun von unserem nächsten Ziel: der kulturell angehauchten Stadt Ubud. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Stop in Tampaksiring, einer mini mini mini Stadt oder auch ein großes Dorf :D Dort soll es nämlich ein „fast“ Weltkulturerbe geben: den Tempel „Gunung Kawi“ was auf Deutsch „Berg der Poesie“ bedeutet und wurde vermutlich im 11. Jahrhundert errichtet.
Wer sich für balinesische Frühgeschichte und für die balinesisch-javanische Vergangenheit interessiert, sollte dort unbedingt mal vorbeischauen. Witzig finde ich, dass er von den europäern erst 1920 entdeckt wurde und bis zu dem Zeitpunkt eben nur von Einheimischen besucht wurde.
Wahrscheinlich war es damals auch nicht so leicht, den Tempel zu finden, da die Anlage sich in einer malerischen Schlucht, durch die der Pakerisan Fluss fließt, befindet. Zudem wird er noch von unzähligen Reisterrassen umzingelt.
Das Ganze besteht aus einem Tempel, drei in Felsen gehauene, kleine Klöster, zwei Gruppen von insgesamt neun aus Tuffstein gehauene Grabmälern sowie noch einem 10. Denkmal, das wir uns aber nicht mehr angeschaut haben, weil das irgendwie keiner mitbekommen hat und wir sowieso zu erschöpft vom ganzen Treppen rauf, Treppen runter Gelatsche waren. Wir waren uns aber alle einig, dass es sich echt gelohnt hat, dort einen Halt zu machen, zumal es sowieso auf dem Weg lag.
Beim Betreten und Verlassen des Geländes sollte man sich aber auf nervige Händler gefasst machen, die einem einen Haufen Sarongs zu einem zunächst billigen Preis anbieten wollen und dann aber doch mehr verlangen. Der gängigste Trick ist der, dass sie sagen: „10, 10!“ und man denkt natürlich: „Ah, billig, nur 10.000 Rupiah (80 Cent)“ Wenn man dann in die Falle getappt ist, rücken sie allmählich raus mit der Sprache: „10...10 Euros!! Was dann aber etwa 120.00 Rupiah wären :D Dumm sind die ja nicht, denn dann haben sie einen in ihren Krallen und man bekommt sie erst mal nicht mehr so leicht los :D
Also am Besten den Kopf auf den Boden richten und möglichst nichts angucken!

Einen Sarong wollen sie einem deswegen verkaufen, weil man den Tempel nur mit Sarong betreten darf, was das ist und wie das aussieht seht ihr nun auf vielen der folgenden Bildern:

DSCN3753.jpg Am Anfang gleich ein Hinweis, der mich zum lachen bringt :) Frag mich, wie die das kontrollieren wollen....

Schöner Ausblick auf die Reisterassen:
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DSC_1567.jpg frisch gesetzter Reis..
DSCF3270.jpg ..und Entstehungsdokumentation des vorangegangenen Fotos :D
DSC_1547.jpg und ich muss auch noch auf ein Foto mit den Reisterassen :)

DSCF3267.jpg ..ein verwunschener Ort..
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DSCF3257.jpg Gelegenheiten sein Geld auszugeben gibt es auch hier :)

DSCF3247.jpg Gut, wenn man schon einen Sarong hat, dann muss man sich keinen von den nervigen Händlern kaufen ;)
DSCF3266.jpg Sogar die Statuen tragen hier Sarong :D

DSC_1514.jpg Eingangsbereich zu den kleinen, früheren Klöstern
Die Frauen binden hier den lieben langen Tag Schalen aus Bananenblättern für die Opfergaben
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DSC_1530.jpg Teile der Köningsgräber von "Gunung Kawi"

Die Jungs hier üben grade irgendso eine Art Tanz und geben ab und zu unverständliche Schreie von sich^^
Irgendwie ne nette Freizeitbeschäftigung, hier spielt man nicht nur einfach Fußball ;-)
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So siehts aus, wenn wir Spaß haben:
DSC_1560.jpgDSC_1550.jpg
...oder wenn Thomas und Alina Spaß haben...
DSC_1574.jpg ohne Worte
DSC_1575.jpg ohne Worte
DSC_1581.jpg ohne Worte

und so sieht s aus, wenn Thomas und ich mal wieder vergeblich auf Alina warten :D
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Nach Ubud wars von dort aus dann nur noch ein Katzensprung und die Hotelsuche war diesmal auch nicht so eine endlos erscheinende Odyssee wie sonst immer und glücklicherweise sogar direkt an der „Monkey Forest Road“, in der es ne Menge Shops und kleiner Läden gibt, in denen man schöne Souvenirs und Klamotten kaufen kann :)

DSC_1600.jpg Unter anderem haben wir eine schöne Eingangstür zu unserem Zimmer :)
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und ein schöner Vogel wohnt auch hier :)

Hier werden wir die nächsten 4 Tage verbringen und ich werde mir viel Kunst und Kultur ansehen, worauf ich schon die ganze Reise lang scharf bin. Hier ist sozusagen das Mekka für Kultur und Kunst Interessierte. Man kann sich vor Tempeln, Natur und balinesischer Handwerkskunst gar nicht retten, außerdem gibt es hier auch ein paar Kunstmuseen, in denen balinesische Werke ausgestellt werden :) Hier ist auch wieder etwas mehr los, es gibt Leute, die einfach mal nach Ubud wollen, es gibt Künstler, es gibt Rucksackreisende und auch Leute die hier Relax & Spa Urlaub machen. Für jeden ist was dabei!

Ausführliche Ubudberichte die nächsten Tage :)

Eingestellt von NadjaSchw 02:41 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

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